25. September 2020

Deo, Shampoo & Co. – Selbermachen und dabei sparen

Pflegeprodukte sind ein grosser Kostenpunkt im Alltag. Damit wir uns frisch und sauber fühlen, sind sie aber unverzichtbar. Um dabei etwas zu sparen – und sowohl der Umwelt als auch deinem Körper etwas Gutes zu tun – haben wir einige Alternativen zu Shampoo & Co. für euch zusammengesucht. Es muss nicht immer das teure Produkt mit den vielen chemischen Inhaltsstoffen sein, manches findest du sogar bei dir in der Küche.

Shampoo

Eine Alternative zu klassischen Shampoos ist Roggenmehl. Vielleicht denkst du jetzt, dass das wohl ein Witz sein soll. Tatsächlich aber enthält Roggenmehl viele natürliche Pflegestoffe, die es auch in kommerziellen Shampoos gibt. Diese unterstützen unter anderem auch die Regeneration von gereizter und strapazierter Kopfhaut.

Um deine Haare mit Roggenmehl zu waschen, brauchst du zuerst eine kleine Schüssel und einen Schwingbesen. Die Menge an Wasser und Roggenmehl ist unterschiedlich, je nach Länge deiner Haare.

Für schulterlanges Haar kannst du etwa 230 ml lauwarmes Wasser nehmen und 4 Esslöffel Roggenmehl (gibt es z.B. von Alnatura) dazumischen, bis das Ganze eine glatte, nicht allzu flüssige Konsistenz hat. Danach kannst du es direkt auf deine Haare auftragen, ein wenig einwirken lassen und ausspülen.

Haare schön mit einfachen Mitteln!

Conditioner

Als Ersatz für Conditioner eignet sich Apfelessig. Den hast du vielleicht bereits im Schrank zuhause. Er kann aber mehr, als nur eine schmackhafte Salatsauce ergänzen.

«Igitt, dann stinken meine Haare ja total!», denkst du dir vielleicht. Das stimmt aber nicht. Wenn deine Haare trocknen, verdunstet auch der strenge Geruch. Essig befreit deine Haare von Fett und reguliert die Talgproduktion.

Für die Herstellung nimmst du eine Kanne (oder ein leeres Konfitürenglas) und leerst Wasser hinein. Über den Daumen gepeilt, kommen etwa auf eine Tasse Wasser drei Esslöffel Apfelessig dazu. Du kannst aber auch für dich die Mengenverhältnisse anpassen – je nachdem was deine Haare am liebsten mögen. Das ganze giesst du nach dem Shampoonieren in die nassen Haare, massierst es gut ein und lässt es einige Minuten einwirken. Danach wie gewohnt ausspülen und trocknen (lassen). Der Essig führt dazu, dass deine Haare mehr glänzen, kräftiger sind und frisch duften.

Haare entfernen

Wer seine Beine für eine längere Zeit von Haaren befreien möchte, greift oft zum Epilierer oder zu Waxing. Beides kann ziemlich Schmerzen bereiten. Eine günstige und weitgehend schmerzlose Alternative bietet das sogenannte Sugaring – also eine Haarentfernung mit Zuckerpaste. Diese kannst du bei dir zu Hause mit wenigen Zutaten leicht herstellen. Du brauchst dafür:

  • 200 g Zucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL Wasser

Du mischst alle Zutaten in einer Pfanne zusammen und erwärmst alles bei mittlerer Hitze auf dem Herd. Aufgepasst, dass der Zucker nicht anbrennt! Nach ungefähr zehn Minuten dickt die Masse langsam ein. Wenn die Farbe und Konsistenz etwa ähnlich wie Honig ist, sollte die Paste fertig sein. Leere sie in ein Konfitürenglas und lass sie auskühlen bis sie ungefähr Körpertemperatur hat. Wenn du sie zu heiss anwendest, könntest du dir schlimme Verbrennungen einholen.

Im Gegensatz zu Waxing braucht Sugaring mehr Zeit. Zucker greift die Haare manchmal nicht sofort und du musst mehrmals eine Stelle behandeln. Dafür jedoch zieht die Paste – im Gegensatz zum Waxing – keine lebenden Hautzellen ab.

Die Paste ist nicht nur gut zum Haare entfernen – sie soll auch lecker schmecken. Haben wir gehört.

Gesichtsmaske

Honig ist nicht nur gut für deine Erkältung oder lecker auf dem Butterbrot – auch für die Haut ist er ein natürlicher Schönmacher. Er liefert unter anderem Vitamin C und Antioxidantien, die einer vorzeitigen Alterung der Haut vorbeugen. Warum also nicht eine Maske damit zusammenmischen?

  • 2 EL flüssiger Honig
  • 2 El Joghurt oder Quark

Mische die beiden Zutaten solange zusammen, bis daraus eine gleichmässige Masse geworden ist. Diese kannst du danach auf dem Gesicht auftragen und etwa eine Viertelstunde einwirken lassen. Um die Maske zu entfernen, kannst du warmes Wasser und einen Waschlappen benutzen. Ein hoch auf ein frisches und gesundes Hautgefühl!

Eine Gesichtsmaske ist nicht nur gut für deine Haut, sie gibt auch dir die Möglichkeit, zu entspannen.

Baden

Draussen ist es kalt und nass und du möchtest gerne ein entspannendes Bad nehmen. Dafür kannst du dir ganz einfach selbst dein Badesalz zusammenstellen. Dabei gibt es unendlich viele Möglichkeiten, eine davon findest du hier:

  • 400 g grobes Salz (z.B. aus dem Toten Meer)
  • 4 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Lavendel)
  • Getrocknete Blüten (wenn du möchtest)

Das Salz zusammen mit dem Öl in eine Schüssel geben und gut vermengen. Danach die Blüten dazugeben und sanft umrühren. Das fertige Badesalz in einen Behälter geben und gut verschliessen – oder direkt in die Wanne kippen und ein heisses Bad geniessen.

Mit dem eigenen Badesalz entspannt es sich gleich viel besser.

Deo-Spray

Stellst du dein Deo selbst her, kannst du einiges sparen. Ausserdem kannst du bestimmen, was drin sein soll – und hast so eine Übersicht darüber, was du eigentlich auf deine Achseln sprühst. Dazu brauchst du nicht einmal viele Zutaten:

  • 90 ml (destilliertes oder abgekochtes) Wasser
  • 1 TL Natron
  • Einige Tropfen ätherisches Öl (wenn du möchtest)
  • Eine Sprühflasche oder leeres Parfüm

Das Natron im (abgekühlten) Wasser auflösen. Danach das Öl dazugeben, in die Sprühflasche abfüllen und gut schütteln. Schon hast du dein eigenes Deo hergestellt. Denk daran, vor jeder Anwendung die Flasche gut zu schütteln. Wenn du viel schwitzt, kannst du die Menge an Natron auch erhöhen. Oder für mehr Pflege noch Aloe Vera hinzufügen. Natron findest du in jedem Lebensmittelladen.

Gut riechen und dabei Geld sparen – ja bitte!

Lippenbalsam

Trockene Lippen sind ein Ärgernis, das uns besonders im Winter verfolgt. Um dem entgegenzuwirken und die Lippen zu pflegen, gibt es ein einfaches Rezept für ein wohltuendes Balsam.

  • 2 EL Kokosöl
  • 1 EL Bienenwachs

Gib die beiden Zutaten in ein Glas und stelle es in ein Wasserbad, bis sich das Wachs komplett aufgelöst hat. Teste zwischendurch die Konsistenz, in dem du einige Tropfen auf einen kalten Teller gibst und auskühlen lässt. Um den Balsam weicher zu machen, kannst du mehr Öl hinzufügen, um es fester zu machen, mehr Bienenwachs. Ist die Masse fertig, gib sie am besten in ein kleines Döschen, das du gut unterwegs mitnehmen kannst. Während du den Balsam nicht brauchst, solltest du ihn im Kühlschrank aufbewahren. Allgemein gilt, nicht zu lange mit dem Nutzen des Lippenbalsams zu warten.

Nichts tut so gut, wie Balsam auf trockenen Lippen.

Natascha Schläpfer

Natascha ist zwar nicht mit dem Internet aufgewachsen, aber trotzdem dort Zuhause. Als ehemalige Studentin kennt sie die Tücken des Januarlochs nur zu gut. Heute arbeitet sie bei Comparis als Content & Community Managerin.

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