29. September 2020

So optimierst du deine digitalen Abo-Kosten

Vor ein paar Wochen machten Zwillinge Schlagzeilen, da sie sich einen Fitnessabo geteilt haben sollen. Sowas ist natürlich verboten. In der digitalen Welt gibt es aber immer wieder Familien- oder Gruppenangebote, die sich durchaus lohnen können. Comparis-Experte Jean-Claude Frick verrät, wie du deine Abo-Kosten optimieren kannst – und wo du aufpassen musst.

Monatliche App-Kosten

Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick erklärt, wie du deine App-Kosten kontrollieren und kündigen kannst.

Dass Netflix, Spotify Premium oder ein Sportabo für die Champions League monatlich Geld kosten, wissen wir und nehmen wir für unsere Lieblingsserien auch gerne in Kauf. Aber brauchst du wirklich Spotify Premium? Oder würde es die Gratisversion nicht auch tun? Brauchst du wirklich das 4-K-Abo von Netflix, oder ginge auch das günstigere? Und das Sportabo braucht man in der Winterpause eigentlich auch nicht. Der Tipp von Jean-Claude Frick: Kündigen, was man nicht braucht. «Das geht bei Netflix und Co. supereinfach, man kann meistens auf Ende Monat kündigen – und dann reaktivieren, wenn wieder Sport läuft oder die neuste Staffel der Lieblingsserie online ist.»

Es gibt auch Apps, die sich gratis herunterladen lassen, dann aber monatlich kosten. Was für die App-Entwickler selbst natürlich sinnvoll ist, ist für die Nutzer doch eine weitere Kostenstelle. Auch das erklärt Jean-Claude Frick im Video, wie und wo du deine App-Kosten anschauen kannst.

Bei Android gehst du in den Play Store und wählst im Menü (oben links auf die drei Striche drücken) «Abos» aus. Bei iPhones öffnest du den App-Store und dort unter Apps stehen deine installierten Apps und was / ob sie monatlich kosten.

Da musst du aufpassen

Dass Apps monatlich kosten, steht in den AGB’s, oder aber diese Änderung wird nachträglich gemacht und du bekommst sie gar nicht richtig mit. Nur schon deshalb solltest du mal deinen App-/Play Store durchgehen, damit du keine bösen Überraschungen hast. Der Comparis-Experte verrät noch ein paar seiner Geheimtipps in Sachen Digital-Abos.

  • Regelmässig Mails kontrollieren – Änderungen in Abo-Kosten müssen den Kunden mitgeteilt werden und sind in Info-Mails zu finden.
  • Genau hinschauen – Oftmals gibt es Aktionen für Abos, die aber nicht mit der Laufzeit des Abos übereinstimmen. Sprich, du verpflichtest dich wegen einer Aktion für ein 24-Monatsabo, die Aktion selbst läuft aber nur vier Monate lang.
  • Wenn der Provider seinen Abo-Inhalt ändert, ist das ein Grund zur ausserordentlichen Kündigung. Du darfst darauf bestehen, dass du dein altes Abo behalten willst oder wechseln.

Was ist günstiger: ein Jahres- oder Monatsabo?

Grundsätzlich ist ein digitales Jahresabo günstiger – 12 Monate kosten pro Monat weniger, als in einem Monatsabo, oder die ersten Monate sind vielleicht sogar gratis. Bei einem Monatsabo ist man flexibler und muss etwas nur so lange nutzen, wie man es gerade braucht.

Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick erklärt die Unterschiede zwischen einem Jahres- und einem Monatsabo.

Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick rät zu einem Jahresabo, wenn man weiss, dass man das Abo sowieso das ganze Jahr über braucht oder es zum digitalen Lifestyle dazugehört. Wenn man sich aber nicht sicher ist, ob man diesen Dienst überhaupt so lange nutzen will, oder ob dieser Dienst die digitalen Bedürfnisse erfüllt, erstmals ein Monatsabo abschliessen und ausprobieren.

Sparen mit Kombi-Abos

Swisscom bietet mit dem «InOne Home» – neben dem Internet, Festnetz und Fernsehanschluss – auch eine Kombination an. Nämlich: Bis zu fünf Handy-Abos mit einer Reduktion von 20 Franken auf die ersten zwei Nummern und 40 Franken auf die dritten bis fünften für alle Personen, die im gleichen Haushalt wohnen. Wenn du also noch zu Hause lebst, kannst du das ja mal deinen Eltern vorschlagen – oder natürlich in deiner WG. Auch M-Budget, die ja ebenfalls das Swisscom-Netz nutzen, haben ein Sonderangebot für Haushalte. Bei Handy-Abos muss nur eine Person den vollen Abo-Preis zahlen, bis zu vier weitere Personen zahlen nur noch 19 Franken für jedes Abo. Auch für Einzelpersonen kann es sich lohnen, wenn man das Internet zu Hause und den Fernsehanschluss, sowie das Handy-Abo beim gleichen Anbieter hat. So gibt es etwa bei Sunrise einen Rabatt – je nach Kombination des Abos.

Jean-Claude Frick meint: «Man muss sich trauen, sein Abo zu kündigen, wenn es zu teuer ist.» Wichtig ist, dass man richtig vorgeht: Zuerst zum neuen Provider gehen, damit die alte Nummer übernommen wird. Der neue Provider übernimmt im Normalfall die Kündigung. Wenn der Provider nicht gewechselt wird, reicht oft ein Anruf, denn es liegt im Interesse des Providers, dich als Kunden zu behalten. Zusätzlich solle man auch die eigenen Telekom-Bedürfnisse genau anschauen: «Roaming inklusive klingt zwar gut, aber wenn ich nur vier Wochen im Jahr im Ausland bin, lohnt sich vielleicht ein günstiges Abo ohne Roaming mehr, dafür löse ich ein Datenpaket, wenn ich es dann brauche.»

Du und dein Squad, wenn ihr bei Kombi-Abos sparen könnt.

Alexandra Gygax

Als digital Native ist Alexandra ein grosser Internet- und Katzenfan. Sie interessiert sich für die aktuellen Trends, on- und offline. Alexandra ist Content und Community Managerin bei Comparis.

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