24. Februar 2020

Tauschen, feilschen, mieten: 3 Tipps für eine neue Garderobe

Padimpadim, padimpadim. Freitagmorgen, der Wecker klingelt. Eva steht früh auf, auch im Winter, wenn es draussen noch lange dunkel ist. Blinzelnd kämpft sie gegen die Müdigkeit an, schwingt sich aus dem Bett und öffnet den Kleiderschrank. Vor ihr eröffnet sich eine Welt voller bunter Farben, fliessender Stoffe und aufregender Schnitte. Eva schaut sich jedes Kleidungsstück an, doch heute kann sie keines davon überzeugen. Schliesslich entscheidet sie sich für eine klassische weisse Bluse, ein Lieblingsstück, das sie fast jede Woche trägt.

Praktisch jede Frau kennt das Problem von Eva: Der Kleiderschrank ist übervoll und trotzdem (oder gerade deswegen?) ziehen wir am Schluss immer dieselben Kleider an. Aus diesem Grund haben wir Tipps und Tricks gesammelt, wie ihr auch mit kleinem Budget neue Lieblingsteile erwerben könnt, die ihr auch wirklich tragt. Bevor es allerdings zu den Tipps geht, findet ihr eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie ihr euren Kleiderschrank schlanker machen und so auf die neuen Kleider vorbereiten könnt.

Eva auf der Suche nach dem passenden Kleidungsstück.

Platz schaffen mit der KonMari-Methode

Spätestens seitdem Marie Kondo auf Netflix beim Aufräumen hilft, ist die KonMari-Methode weit über Japan hinaus bekannt. Ihr kennt Marie Kondo noch nicht? Dann können wir euch dieses Buch empfehlen. Marie beginnt immer mit dem Kleiderschrank – meist ist das auch der überfüllteste und unaufgeräumteste Ort des ganzen Haushaltes. Ganz im Sinne von Marie haben wir euch die wichtigsten Entrümpeltipps aufgelistet. Ob ihr wie Marie die Kleidungsstücke in Boxen organisieren und jedes zu einem Päckchen falten wollt, überlassen wir ganz euch.

Mit der KonMari-Methode kommt schnell Ordnung in den Kleiderschrank.

1. Bevor ihr Platz in eurem Kleiderschrank schaffen könnt, müsst ihr zuallererst einen Überblick über alle Kleider gewinnen. Werft die Kleider dazu einfach auf einen Haufen, bis euer Kleiderschrank leer ist.

2. Nehmt jedes Kleidungsstück in die Hand und fragt euch, ob es euch wirklich gefällt. Was euch nicht überzeugt, könnt ihr aussortieren. Falls ihr euch nicht sicher seid, überlegt euch einfach, wann ihr das Kleidungsstück zum letzten Mal getragen habt. Alles, was ihr schon über ein halbes Jahr lang nicht mehr getragen habt, kann meistens weg.

3. Weist den Kleidern, die ihr behalten wollt, nun einen festen Platz im Schrank zu. Wenn ihr sie so falten wollt wie Marie, findet ihr hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Neue Lieblingskleidung finden:

Nachdem ihr Platz im Kleiderschrank geschaffen habt, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder genügt euch die bestehende Garderobe, oder eben nicht. Wenn nicht, steht euch die Aufgabe bevor, neue Lieblingskleider zu finden. Damit das nicht zu einem horrenden Loch im Portemonnaie führt, haben wir euch drei günstige – und übrigens auch nachhaltige – Möglichkeiten zum Kleiderkauf aufgelistet.

Nicht nur in bekannten Modeketten finden sich wahre Schätze.

1. Gebrauchte Kleider kaufen:

Brockenhäuser: In Brockenhäusern finden sich längst nicht mehr nur mottige Kleider aus Omas Zeiten. In letzter Zeit legen viele Brockenhäuser Wert darauf, ihr Kleidungssortiment auszubauen und auch schön zu präsentieren. Ein Besuch kann sich also durchaus lohnen.

Secondhand-Shops: Auch Secondhand-Shops bieten mittlerweile eine modische und stilbewusste Auswahl von Kleidung an. Wir haben euch eine kleine Auswahl zusammengestellt:

Facebook Marketplace: Selbst auf dem Facebook Marketplace könnt ihr nach gebrauchten Kleidern suchen. Manchmal kosten sie noch was, manchmal bekommt ihr sie gratis. Viel Spass beim Stöbern!

2. Kleider tauschen:

Walk-in Closet Schweiz: Nehmt maximal 10 Kleidungsstücke an die Tauschbörse mit, zahlt 5 Franken Eintritt und schon kann das Tauschen losgehen. Die nächsten Börsen finden am 28.3. in Langenthal und am 29.3. in Reinach AG statt.

Kleiderkorb: Auf Kleiderkorb könnt ihr eure Kleidung kostenlos tauschen, verschenken, oder auch verkaufen. Ähnlich wie auf einem Flohmarkt ist Feilschen ist erlaubt! Die Nutzung der Plattform ist kostenlos.

3. Kleider mieten:

Kleihd: Auf Kleihd findet ihr von Bluse über Jupes bis hin zum Wintermantel alles, was ihr zum Anziehen braucht. Schon ab 10 Franken könnt ihr ein Kleidungsstück für 2 Wochen euer Eigen nennen, als Mitglied profitiert ihr von Rabatten beim Mietpreis und einer verlängerten Verleihdauer von 6 Wochen.

anna ninck: Auch Anna Ninck bietet die Möglichkeit, die etwas teureren Designerstücke zu mieten. Die Kleider werden in ihrem Atelier in Bern produziert, und selbst für das Material garantieren sie faire Herstellungsbedingungen.

babybox: Auf babybox findet ihr alles rund ums Baby. Bereits ab 2.50 Franken könnt ihr ein Kleidungsstück für einen ganzen Monat mieten. Es besteht auch die Möglichkeit, Secondhand-Babykleidung zu erwerben.

Extratipp: Kaputte Kleider flicken

Kaputte Kleider? Flicken geht im Repair Café leicht von der Pfote.

Repair Café: Bringt eure defekten Kleider ins Repair Café und macht euch gemeinsam mit einer Fachperson an die Arbeit. Bezahlen müsst ihr lediglich die Ersatzteile, die Hilfe bekommt ihr umsonst.

Diese Tipps sind nur eine Auswahl. Habt ihr noch mehr? Schreibt diese in die Kommentare. Gemeinsam überwinden wir das Januarloch.

Was hast du schon einmal ausprobiert?

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Elena Wetli

Pflanzen, gutes Essen und Japan lassen Elenas Herz höher schlagen. Sie interessiert sich aber auch für Nachhaltigkeit und liebt es, Budgets zu erstellen. Elena ist die Newsroom-Praktikantin bei Comparis.

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